Texte critique
translation forthcoming
Nina Urlichs
Auch bei Nina Urlichs haben wir die gleiche Auseinandersetztung mit der Ambivalenz des Wassers, nur mit anderen Mitteln. Egal ob sie Wasser malend anlegt oder den Menschen gleichsam aus dem Amorphen herausatmen last, immer ist er das dominante Sujet. Sie zeigt, dass er ebenso Teil einer bedrohten Schöpfung ist wie die Elemente selbst. Nicht umsonst betitel sie einen Teil ihrer Werke zum Beispiel mit “ Gebet für die Quelle” oder “Gebete für de Ozean”. Sie bittet für einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen. Tief hineingezogen fühlt man sich in ihre Bildwelten. Die in ihrer Vielschichtigkeit diese eingangs erwöhnte Ambivalenz verdeutlichen. Blaue acrylfarben auf Stoff, hintereinander in einzelnen rohen Holzrahmen gespannt, changieren zwischen Wellengebilden und dem menschlichen körper. Man bleibt unentschlossen bo man nun in den Wellen de menschlichen Torzo liest, wie man deis in Wurzeln tut, oder aber ob der Mensch sich im Ocean auflöst. * Das Licht, das sich vom Verborgenem nach aussen leuchtet, kombiniert mit dem Blauschwarz zieht einen magisch nach innen und man sucht, und man sucht, und findet in günstigem Fall sich, um sich im weitenden Blau erneut zu verlieren. Doch wie im richtigen Leben, man findet seine Grenzen im Hier, in der Zivilisation wie bei den Bildern mit dem integrierten elektrischen Licht symbolisiert. Gegen diese scheinen sich die Menschenwellen zu stemmen, doch können sie nicht darüber hinauswachsen. ……
Rede Ausstellung Wasser I , Bronnbach 2010